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einfach.mensch.sein - Amartya Sen: Streiten - die Idee der Gerechtigkeit.

Amartya Sen macht als Wirtschaftswissenschaftler die Armut zum Thema und streitet für Gerechtigkeit. Seine Rede zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels macht das zum Thema. Daher gingen wir zum zweiten Teil der Reihe „einfach.mensch.sein“ in die Wärmehalle. Die Bahnhofsmission betreibt sie zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Stadt Würzburg. Michael Lindner-Jung, der Leiter der Bahnhosmission, versteht das Anliegen der Künstler und der Veranstalter sofort. In einem Interview sagt er: "Was wir machen, ist immer schon Kultur. Aber dass hier jetzt auch ganz profiliert Kultur dargestellt wird, freut mich total. So wird auch sichtbar, wie viele Menschen hier gemeinsam etwas bewirkt haben."

Der Konzertsaal ist aufgebaut wie die Wärmehalle selbst. Theke, Tische und Stühle. Es gibt eine Kartoffelsuppe mit Schwarzbrot. Die Rede kommentiert das Then-Quartett mit Fakten, sowie Liedern und Gedichte. Die Sopranistin Megan Henry drückt mit ihrem einfühlsamen Gesang den Schmerz und die Trauer über die Ungerechtigkeit in der Welt aus.

Und parallel dazu liegt der Maler Max Gehlofen im Schlafsack am Boden. Er steht auf und zerreißt ihn und malt während der ganzen Veranstaltung mit den Stofffetzen. Am Anfang scheinen es willkürliche Striche zu sein. Doch langsam entstehen Gesichter. Menschen bekommen ein Angesicht. Und so soll die Kunst an dem Abend sich verbinden mit jener Kunst, wenn die Ärmsten frieren und Hunger haben und sie dort Wärme und ein Ansehen haben. Das ist Kultur.

Nachfolgend einige Fotos von der Veranstaltung:
 

 (© A.Sierl)

Auch die MainPost berichtete über diesen Abend.

Wir freuen uns auf den dritten Abend mit dem Then-Quartett. Am 9. Oktober geht es um Navid Kermani - ein Mensch, der Differenzen markiert und für Verbindung steht.