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"Endspiel - Würzburger Apokalypse 2010" war ein vom Kunstreferat und Domschule angelegtes Großprojekt mit über 160 Einzelveranstaltungen von Aschermittwoch bis November 2010. In den Genre Ausstellungen, Schauspiel, Kunst und Bildung haben sich zahlreiche Menschen mit dem Thema Apokalypse auseiandergesetzt: Wie gehen sie mit Angst und Schrecken um? Was gibt ihnen Mut und Hoffnung? Viele Partner haben mitgewirkt. Eine Übersicht über Fülle und Vielfalt gibt das Programmheft.

Aus dem Vorwort:

Alles hat ein Ende. Das Ende von allem ist eine Macht, die den Menschen elementar herausfordert: Eine ganze Welt bricht zusammen, Unvorstellbares ist im Kommen. Menschen verknüpfen mit solchen Untergängen Angst und Schrecken – und entwickeln angesichts persönlicher, gesellschaftlicher oder globaler Abbrüche Strategien des Überlebens, Perspektiven der Hoffnung und Visionen der Zukunft.

Mit ihnen deuten und bewältigen sie ihre gegenwärtige Situation. In einer Apokalypse spielen Menschen schon einmal durch, worauf das Ganze hinausläuft, ob sie untergehen müssen oder ihrer Hoffnung trauen dürfen, ihr Leben nicht verspielt zu haben. Die Apokalypse hat den Charakter eines Endspiels: Es geht um Alles oder Nichts. Im Finale fällt die Entscheidung über Gewinnen und Verlieren, Sieg und Niederlage, Sieger und Besiegte. Was vorher galt, zählt nicht mehr. Spannung und Dramatik sind da vorprogrammiert, ebenso wie Hoffnungen und Jubel, Enttäuschungen und Trauer. Niemand weiß, wie das Ganze ausgeht. Und niemand ist vor Überraschungen sicher.

Viele Menschen lassen sich von diesem Thema bewegen, setzen sich damit auseinander und haben dazu etwas zu sagen. Als Initiatoren des Projekts „Endspiel. Würzburger Apokalypse 2010“ danken wir allen sehr herzlich, die mit einem von uns nicht für möglich gehaltenen Maß an Offenheit und Bereitwilligkeit unserer Einladung zum Endspiel gefolgt sind. Ohne ein wechselseitiges Vertrauen hätte dieses Projekt in der Schublade bleiben müssen. So haben sich unter dem Titel „Endspiel. Würzburger Apokalypse 2010“ rund 80 sehr verschiedenartige Veranstaltungen versammelt, die zur Auseinandersetzung mit Angst und Schrecken, aber auch zum Aufkeimen von Zuversicht und Hoffnung Anlass geben. Jede einzelne Veranstaltung ist auf ihre Weise eine Kostbarkeit!

Durch dieses Zusammenspiel der einzelnen Veranstaltungen bringen wir miteinander den Ernst und die Leidenschaft zum Ausdruck, die uns Menschen ein nahendes Ende abverlangen, aber auch das Spielerische, das es in Menschen zu wecken vermag. Wir bündeln die Veranstaltungen in den Feldern Kunst, Theater, Musik und Bildung, weil wir der Überzeugung sind, dass der Mensch nicht nur in Gedanken, sondern auch in Worten und Werken, im Hören und Sehen seine Entdeckungen machen kann. Wir verknüpfen damit die Erwartung, dass Menschen miteinander in ein Gespräch darüber kommen, was sie leben lässt, und sind davon überzeugt, dass Theologie und Kirche dazu etwas zu sagen haben. Das Projekt „Endspiel. Würzburger Apokalypse 2010“ wächst weiter. Es findet mit diesem Programmheft seine vorläufige Gestalt. Weitere Informationen zu den hier genannten und zu weiteren Veranstaltungen im Rahmen des Endspiel- Projekts finden Sie aktuell auch im Internet unter www.endspiel2010.de Klicken Sie rein!

Dr. Jürgen Lensen
Dr. Rainer Dvorak
Dietmar Kretz