zu sexueller Gewalt an Frauen
Seit Monaten wächst die mediale Aufmerksamkeit an sogenannten „Fällen“ sexualisierter und sexueller Gewalt gegen Frauen. Und dennoch bleiben die meisten Verbrechen im Verborgenen. Wissenschaftlich belegt ist: Sexualisierte und sexuelle Gewalt ist strukturell, alltäglich und oft ganz nah. Auffallend ist, dass die Stimmen derer, die sich analytisch und reflexiv mit dem Problemfeld und solidarisch mit den (potentiell) Betroffenen und Opfern auseinandersetzen, meist weiblich* sind. Diese Realität wirft eine zentrale Frage auf: Warum schweigt die große Mehrheit der Männer?
Unsere Veranstaltung richtet sich bewusst auch an Männer. Denn so klar wie unbequem ist die Erkenntnis: Sexualisierte und sexuelle Gewalt ist kein „Frauenthema“, es ist ein Männerproblem.
Was bedeutet Gleichgültigkeit, Entsetzen oder Empathie und Solidarität in diesem Kontext? Reicht es zu sagen: „Ich bin nicht so!“? Beginnt Verantwortung nicht genau dort, wo Männer hinschauen, widersprechen und handeln?
Mann, brich das Schweigen. Nicht irgendwann. Sondern jetzt.
Ablauf
19.30-19.40 Uhr
Begrüßung und Einführung (E. Lang, Leiter Kolping Akademie, S. Böhm, Leiterin Akademie Frankenwarte)
19.40-20.40 Uhr
Prof. Dr. Rolf Pohl im Gespräch mit Dr. Julien Bobineau (Kommunikationsberater u. Allyship-Experte): Sexualisierte und sexuelle Gewalt an Frauen und das Schweigen der Männer
20.40-21.30 Uhr
Diskussion mit den Teilnehmenden Resümee, Verabschiedung (Moderation: S. Böhm)
| In Zusammenarbeit mit | Akademie Frankenwarte, der Kolping Akademie Würzburg, der vhs Würzburg, dem Generationen Zentrum Matthias Ehrenfried, dem Rudolf-Alexander-Schröder-Haus und der Gleichstellungstelle für Frauen und Männer der Stadt Würzburg |
| Kursnr. | 26-AK-133 |
| Beginn | Mi., 17.06.2026, 19:00 - 21:00 Uhr |
| Veranstaltungsort | , Kolpingplatz 1,, 97070 Würzburg |
| Kosten | 5,00 € |
| Referent*in(en) |
Prof. Dr. Rolf Pohl
studierte Geschichte, Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie, Promotion 1986, Habilitation 1997. Bis 2017 Professor für Sozialpsychologie am Institut für Soziologie an der Leibniz Universität Hannover; Gründungsmitglied und Koordinator der Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie, Mitglied der Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie, Mitglied im Fachbeirat von medica mondiale e.V. und Mitglied im Stiftungsbeirat der Bundesstiftung Gleichstellung. Er befasst sich seit Jahrzehnten mit den Gebieten Männlichkeit, Sexismus, sexuelle Gewalt und Frauenhass, Incels und Pick-Up-Artists. |
| Anmeldung | erforderlich bis 10.06.2026 E-Mail: info@frankenwarte.de Telefon: 0931/804640 oder direkt über den Anmeldelink |
Kursort
Kolpinghaus
Kolpingplatz 1,97070 Würzburg