Ringvorlesung
© The Berggruen Klee Collection, 1987 - Metropolitan Museum of Art
Ringvorlesung
© The Berggruen Klee Collection, 1987 - Metropolitan Museum of Art
(aus der Ringvorlesung Heilige Orte der Antike) Tempel und andere religiöse Bauten zählen zu den prägendsten Zeitzeugen antiker Kulturen. Dank ihrer oft eindrucksvollen Architektur und kunstvollen Einrichtung sind sie als „heilige Orte“ erkennbar, an denen ein besonderer Bezug zur Welt des Göttlichen hergestellt werden konnte. Durch Gebete, Opfer und andere Rituale versuchte man, die Gottheit(en) günstig zu stimmen. Priester und Priesterinnen monopolisierten häufig den Verkehr mit dem Göttlichen und stellten in vielen antiken Gesellschaften eine eigene Klasse dar. Manchmal durften nur sie bestimmte Bereiche des heiligen Ortes betreten. Die Rolle heiliger Orte ging jedoch weit über die religiöse Praxis hinaus. Sie repräsentierten nicht nur die Beziehung zwischen Gott und den Menschen, sondern spiegelten auch die politischen Verhältnisse innerhalb der Stadt oder des Staates wider. Oft waren sie Orte der Bildung und Kultur, an denen Traditionen und Wissen weitergegeben wurden. Zudem waren sie für die Wirtschaft von großer Bedeutung, da sie nicht nur Geschäfte anlockten, sondern auch zur überregionalen Ausstrahlung einer Stadt oder eines Staates beitrugen. In der Ringvorlesung werden wir heilige Orte aus unterschiedlichen Epochen und Regionen der antiken Welt besuchen. Unsere Reise führt uns von Griechenland bis Indien, vom Alten Ägypten nach Jerusalem und vom prähistorischen Göbekli Tepe ins spätantike Italien. Programm 24.11.2025 Der ägyptische Tempel als Ursprung der Welt und Horizont auf Erden – das Beispiel des Horus-Tempels von Edfu Prof. Dr. Martin Stadler 08.12.2025 Heiliger und heilender Ort Jerusalem? Visionäre biblische Perspektiven Prof. Dr. Veronika Bachmann 15.12.2025 Göbekli Tepe Dr. Lee Clare 12.01.2026 Die nordindische Pilgerstadt Varanasi im Spannungsfeld von Tradition und Moderne Prof. Dr. Jörg Gengnagel 19.01.2026 Wo Apollon seinen Rat verkündet. Die kleinasiatischen Orakelheiligtümer Didyma und Klaros Prof. Dr. Helga Bumke 02.02.2026 Paulinus und sein Nola Prof. Dr. Islème Sassi Weitere Informationen sowie die Zugangsdaten für die Online-Teilnahme finden Sie auf der Hompage des Würzburger Altertumswissenschaftlichen Zentrums.
Der ägyptische Tempel als Ursprung der Welt und Horizont auf Erden – das Beispiel des Horus-Tempels von Edfu
In Zusammenarbeit mit
Würzburger Altertumswissenschaftliches Zentrum
Kursnr.
25-AK-139
Beginn
Mo.,
–
Veranstaltungsort
Burkardushaus - Tagungszentrum am Dom, Am Bruderhof 1, 97070 Würzburg
Kosten
Eintritt frei
Referent*in(en)
Würzburg
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Anmeldung
nicht erforderlich