Mit der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945 war das Ende der Gewaltherrschaft von NS-Deutschland über Europa erreicht.
Es war eine Situation biblischen Ausmaßes, der die Alliierten gegenüberstanden: Tod, Zerstörung, Millionen und Abermillionen Menschen auf der Flucht, durch Kriegseinwirkungen fern ihrer Heimat im Land der Verbrecher: Displaced Persons.
Allein 6 Millionen verschleppte und entrechtete Menschen, Zwangsarbeiter*innen, Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge, Flüchtlinge wurden im ersten halben Jahr bis Anfang 1946 „repatriiert“, über eine Millionen blieben. Trotz des Ausmaßes von Leid und Unrecht, das die Nazi-Herrschaft über Millionen von Menschen gebracht hatte, folgten Ausgrenzung und Feindseligkeit. Bis heute ist das Schicksal der Displaced Persons kaum in der öffentlichen Wahrnehmung präsent.