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Kursdetails
Geheimnisse der Unterwasserarchäologie
© DEGUWA e.V. (Foto: Frank Lechner)
Ringvorlesung
Geheimnisse der Unterwasserarchäologie

Recent discoveries of ancient ships and boats from Thonis-Heracleion and Alexandria

16. Dezember 2024, 18:15 bis 19:45 Uhr

In den Medien haben spektakuläre Aufnahmen von "Schatzsuchern" unter Wasser Dauerkonjunktur – aber wie sieht die wissenschaftliche Seite der Unterwasserarchäologie tatsächlich aus? 

Für Archäologen stellen Gewässer große Herausforderungen hinsichtlich der Freilegung und Dokumentation von Befunden sowie der Bergung von Artefakten dar. Das Milieu des Wassers bzw. Feuchtbodens erlaubt dafür häufig Einblicke in vergangene Kulturen, die an Land kaum zu gewinnen sind, z. B. günstigere Erhaltungsbedingungen für Gegenstände und Konstruktionen aus Holz oder aus anderen organischen Materialien. Veränderte Küstenläufe und Uferlinien ermöglichen die Beobachtung ausgedehnter Siedlungsspuren, die durch den Anstieg des Wasserspiegels unüberbaut bzw. ungewöhnlich intakt geblieben sind.  

Hinzu kommen "geschlossene Befunde" wie Schiffswracks, die in jedem einzelnen Fall eine kleine "Pompeji-Situation" in Aussicht stellen. Sind die Schiffe samt ihrer Ladungen rasch und vollständig gesunken, konservieren sie eine Art "Zeitkapsel" mit vielfältigen Handelsgütern, technischer Ausrüstung und persönlicher Habe (z. B. Uluburun). Wracks sind nicht nur eine wichtige Quelle für Datierungsfragen, sondern eröffnen bei systematischer Erschließung einzigartige Einblicke in die Geschichte von (Fern-)Handel und Wirtschaft. 

 

Diese Ringvorlesung des WAZ will einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass der große Bereich der Unterwasserarchäologie, der letztlich alle (antiken) Kulturen und Zeithorizonte methodisch miteinander verbindet, in der Fachöffentlichkeit wie beim Laienpublikum in Eigenart und wissenschaftlichem Stellenwert stärker wahrgenommen wird.

 

Neben reiner Feldforschung kommen aber auch andere wissenschaftliche Beiträge in Betracht, die ein interessantes Licht auf den Lebensraum "Wasser in der Antike" werfen.


16.12.2024

Recent discoveries of ancient ships and boats from Thonis-Heracleion and Alexandria (Egypt) (Vortrag in englischer Sprache)
Dr. Alexander Belov, European Institute of Underwater Archaeology, IAESM, France


The European Institute of Underwater Archaeology, directed by Franck Goddio, conducts archaeological research in the Great Port (Portus Magnus) of Alexandria and in the sunken city of Thonis-Heracleion since 25 years. One hundred twenty-five ancient ships were identified in the ports and canals of this city, making the site one of the most important accumulations of ancient ships in the world. The majority of the ships date to the Late (664–332 BC) and Ptolemaic Period (332–31 BC). Several well-preserved ships from the Roman Period were excavated during the last three years in the port of Alexandria. In this lecture, the author will speak about recent underwater discoveries of ancient nautical material from these two cities.


Weitere Termine und Themen der Ringvorlesung:


13.01.2025

Heute hier, morgen dort: Mobilität und soziale Organisation in den Pfahlbauten
PD Dr. Renate Ebersbach, Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg


Dank der ausgezeichneten Erhaltungsbedingungen liegen aus Pfahlbauten zehntausende von Hölzern vor, die mit Hilfe der Dendrochronologie (Jahrringmessung) datiert werden können. Im Idealfall sind sogar vollständige Hausfußböden mit Feuerstellen im Boden erhalten geblieben. Damit kann die Baugeschichte von Häusern und Siedlungen bis aufs Jahr genau rekonstruiert werden. Zusammen mit dem Fundmaterial lassen sich so einmalige Einblicke in die räumliche und soziale Organisation dieser frühen bäuerlichen Gesellschaften aus der Jungsteinzeit (ca. 4300-2400 v. Chr.) gewinnen. Renate Ebersbach wird in ihrem Vortrag über Umzüge, Nachbarschaften, Fernbeziehungen und Parallelgesellschaften in der Jungsteinzeit sprechen.  


27.01.2025

Hin und wieder zurück - Ein römischer Leerguttransporter im Schwarzen Meer
Dr. Max Fiederling, Universität Trier


Die Erforschung, ergänzt durch vergleichende Befunde und Nachbauten römischer Schiffe, macht es möglich, die Geschichte des Wracks und seiner letzten Fahrt in großen Teilen zu rekonstruieren.


Von diesem holistischen Ansatz ausgehend Befund, Seehandelsrouten und Rekonstruktionen miteinbeziehend, zeigt der Vortragende abschließend eine Perspektive durch seine aktuelle Anstellung im ERC STRADA Projekt auf. Hierbei geht es um Rekonstruktions- und Simulationsmöglichkeiten antiker Wasserwege im Binnenbereich, genauer gesagt zwischen Donau und Adria.


Nähere Informationen finden Sie auch unter: https://www.uni-wuerzburg.de/forschung/waz



In Zusammenarbeit mit Würzburger Altertumswissenschaftliches Zentrum
Kursnr. 24-AK-166
Beginn Mo., 16.12.2024, 18:15 - 19:45 Uhr
Veranstaltungsort Residenz - Toscanasaal, Residenzplatz 2, 97070 Würzburg
Kosten Eintritt frei
Downloads Veranstaltungsflyer
Anmeldung nicht erforderlich


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