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Kursdetails
Spiritualität und Seelsorge
© Universität Würzburg
Workshop
Spiritualität und Seelsorge

im Spannungsfeld von Vulnerabilität, Vulneranz und Resilienz

29. Februar, 14:30 Uhr bis 01. März 2024, 17:30 Uhr

Die Vulnerabilitäts- und Resilienzdiskurse entwickelten sich seit den 1980er Jahren relativ unabhängig voneinander. Dennoch traten in der Forschung inhaltliche Verbindungen

hervor, die in den letzten Jahren wachsendes Interesse finden. Das Hauptziel des DFG-Workshops liegt in der Zusammenführung beider Forschungsfelder.

Wichtige Erkenntnisse beider Diskurse werden einander zugänglich gemacht und kritisch zur Diskussion gestellt, so dass neue Einsichten die je eigenen Debatten weiterführen.

Die Brückenbildung geschieht mit der Frage, inwiefern Seelsorge und spirituelle Praktiken eine Resilienzressource darstellen. Dabei erhält eine neue Erkenntnis aus der Vulnerabilitätsforschung

besonderes Gewicht: die Bedeutung der Wechselwirkungen zwischen Vulnerabilität und Vulneranz (Verletzungsmacht).


Problemstellung

Wenn es in theologischem Kontext um Resilienz geht, wird gern auf die Kraft der Spiritualität verwiesen. Die Psalmen sind in Notfall-, Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge genauso

beliebt wie bei der gesellschaftlichen Bewältigung großer Unglücksfälle. Mittlerweile gilt Spiritualität allgemein als Resilienzressource, die dazu verhilft, in Lebenskrisen bestehen zu können.

Aber ist das die ganze Wahrheit? Werden spirituelle Übungen nicht genauso zur Camouflage von Gewalt genutzt wie zur friedlichen Krisenbewältigung?

Neuere Forschungen zeigen, dass Missbrauchstäter in der katholischen Kirche Mystik, Gebet und Spiritualität gezielt für ihre gewaltsamen Zwecke nutzten.


Das prekäre Wechselverhältnis von Vulnerabilität und Vulneranz spielt in dieser Ambivalenz der Resilienz eine entscheidende Rolle. Spiritualität und Seelsorge geschehen

häufig aus einer Perspektive der Verwundbarkeit und klagen ein erhöhtes Schutzbedürfnis von Gottes Seite ein.

Welche unterschiedlichen Perspektiven zeigen sich hier im Prozess der Krisenbewältigung?

Kann erhöhte Vulnerabilität verstärkte Vulneranz rechtfertigen?

Oder kann sie umgekehrt zur Resilienzressource werden, die das Gewaltpotential von Krisen eindämmt?



In Zusammenarbeit mit DFG-Forschungsprojekt „Verwundbarkeiten" und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Kursnr. 24-AK-078
Beginn Do., 29.02.2024, 14:30 Uhr
Ende Fr., 01.03.2024, 17:30 Uhr
Veranstaltungsort Virtuelle Plattform der Domschule
Kosten keine Gebühr
Referent*in(en)
Prof. Dr. Hildegund Keul
Universität Würzburg, DFG Forschungsprojekt Verwundbarkeiten
Prof. Dr. Cornelia Richter
Universität Bonn, Professorin für Systematische Theologie
Prof. Dr. Manuel Stetter
Universität Rostock, Lehrstuhl für Praktische Theologie
Prof. Dr. Maike Schult
Philipps-Universität Marburg, Evangelische/Praktische Theologie
Prof. Dr. Clemens Albrecht
Universität Bonn, Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie
Prof. Dr. Christine Büchner
Lehrstuhl für Dogmatik an der Universität Würzburg
Prof. Dr. Anja Klein
The University of Edinburgh, Senior Lecturer in Hebrew Bible/Old Testament
Prof. Dr. Thomas Müller
Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Lehrstuhl für Sonderpädagogik V
Dr. Katharina Ganz
Downloads Veranstaltungsflyer
Anmeldung erforderlich bis 27.02.2024

Zugangsdaten zur Veranstaltung erhalten Sie zwei Tage vor Beginn per E-Mail!


weitere Termine

Datum
Uhrzeit
Ort
Datum
29.02.2024
Uhrzeit
14:30 - 21:00 Uhr
Ort
Virtuelle Plattform der Domschule
Datum
01.03.2024
Uhrzeit
09:00 - 17:30 Uhr
Ort
Virtuelle Plattform der Domschule

Kursort

Virtuelle Plattform Domschule


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