Wie kann etwas zum Klingen gebracht werden, das längst vergangen ist? Mit dieser Frage beschäftigen sich sechs Wissenschaftler*innen aus völlig verschiedenen Fachrichtungen. Ihr gemeinsames Interesse: die Musikarchäologie. Dazu zählt das Studium von Notenaufzeichnungen und theoretischer Abhandlungen aus dem Altertum genauso wie das Experimentieren mit Nachbauten: Fragmentarisch erhaltene Instrumente aus Ausgrabungen werden mit der Hilfe antiker Darstellungen von Musizierenden im Remake-Verfahren ergänzt. Ethnologische Vergleiche bieten zusätzlich wichtige Erkenntnisse. Im digitalen Tonstudio werden schließlich alle Informationen zusammengeführt, um sich einem möglichst plausiblen Klangerlebnis anzunähern…
In der Ringvorlesung "Klangspuren - Interdisziplinäre Blicke auf Antike Musik" werden Ihnen einschlägige Experten*innen den Forschungsgegenstand der antiken Musik in einem breiten Spektrum näherbringen.
weitere Termine:
07.06. – Ein fast unsichtbares Fundament der altägyptischen Kultur
Prof. Dr. em. John Baines (Oxford, Gastdozent an der LMU München)
21.06. – Goldene Instrumente und reisende Musiker. Die Könige von Mari und die Musik
Prof. Dr. Nele Ziegler (Paris, Collège de France)
05.07. – Teilen und Fügen. Antike Musiktheorie im Gewand des Mythos
Prof. Dr. Eckhard Roch (Uni Würzburg)