Der Arbeitskreis Stolpersteine Würzburg ist seit 2005 auf Spurensuche in Würzburg. In Erfahrung gebracht werden Schicksale von Menschen, denen das NS-Regim keine freie Lebensgestaltung erlaubte. Diese Menschen entsprachen aus unterschiedlichen Gründen nicht den Rahmenvorstellungen der Herrschenden.
Elke Wagner, selbst Mitglied des Arbeitskreises, führt die 20-köpfige Gruppe durch Würzburg und erzählt von den Schicksalen der jüdischen Familien Ansbacher, Mai und Ruschkewitz, von dem jungen Theodor Drechsler, der zur Opfergruppe "Euthanasie" zählte, von dem homosexuellen Peter Lanwehr und dem sog. "ausgegrenzten" (NS: Asozial, gemeinschaftsfremd) Valentin Schürger.
Neben Informationen zu unterschiedlichen Opfergruppen und den Schicksalen von Würzburger*innen, gab es noch Informationen zur Initiative Stolpersteine, die von einem Künstler ins Leben gerufen wurde und aktuelle Fragestellungen, was Ausgrenzung in einer vielfältigen Gesellschaft bedeuten kann. Angefüllt mit Informationen und vielen Anregungen endete der Spaziergang, der im September 2026 aufgrund des großen Interesses wiederholt wird.