was für ein großes Ziel: Er will der Menschheit Hoffnung geben. William Ury ist ein US-amerikanischer Verhandlungs- und Konfliktforscher. Er hat nicht nur als Theoretiker sondern in zahlreichen internationalen Konflikten die Parteien beraten. 2007 hat er zusammen mit der Havard-Universität den Abrahams-Pfad ins Leben gerufen. Das ist ein internationaler Kultur- und Pilgerweg. Auf seinen Namensgeber Abraham berufen sich die drei Schriftreligionen Judentum, Christentum und Islam. Der Abrahms-Pfad verbindet den biblischen Weg Abrahams. Von Ur im heutigen Südirak, über die Türkei, Syrien, Jordanien, nach Palästina und Israel.
William Ury beschreibt sein Projekt so: „Jeder Schritt auf dem Abraham-Pfad verbindet uns als Menschen über Kultur, Sprache, Religion und Nationalität hinweg. Jeder gastfreundliche Empfang, jedes gemeinsame Essen und jede gemeinsame Geschichte, jedes Lächeln verbindet. Schritt für Schritt bauen wir eine bessere Zukunft.“
Für den Katholikentag in Würzburg wollten Künstler*innen aus Judentum, Christentum und Islam sich auf den Abrahamsweg machen. Aus dem Miteinander, den Eindrücken und Begegnungen wollten sie eine Theaterperformance entwickeln. Der Krieg hat einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich bin nun gespannt, wie die Künstler*innen in den nächsten Tagen mit der Situation umgehen und was sie entwickeln.
Denn es ist gut an der Botschaft des Weges festzuhalten: Miteinander geht es besser. Ich wünsche dem Weg und Ihnen jene Verheißung, die Gott Abraham zugesprochen hat: Ein Segen sollst Du sein.