zu den Highlights im Martin von Wagner-Museum der Universität Würzburg zählt der Marienaltar von Gherardo Starnina, gemalt um 1409 in Florenz, ein Meisterwerk auf der Schwelle zwischen Gotik und Renaissance. Die mittlere der drei großformatigen Tafeln zeigt eine thronende Muttergottes mit Kind, umgeben von musizierenden Engeln, auf der rechten und linken Tafel flankiert von vier Heiligen. Die goldene Farbe im Hintergrund verrät, wie auch die Krone auf dem Haupt Mariens, dass der Maler die Szene im himmlischen Bereich verortet wissen will. Wer sich in das Bild vertieft, wird rasch auf das Beziehungsnetz aufmerksam, das der Maler mit den Blicken der abgebildeten Personen konstruiert: Die Heiligen blicken von den Seiten auf den Thron in der Mitte, ebenso die Engel, die rechts und links den Thron Mariens eskortieren, zwei der musizierenden Engel heben ihren Blick nach oben zur Himmelskönigin, während die beiden Engel am unteren Bildrand ganz versunken sind ineinander und in die Musik. Der Blick Mariens verliert sich ins Weite. Das göttliche Kind aber ist die einzige Person auf dem gesamten Triptychon, dessen Blick aus dem Bild heraus ins Außen führt. Intensiv nimmt es den Betrachtenden in den Blick und nimmt die Beziehung zu ihm auf. Als ob es sagen will: „Du wirst gesehen!“ - ein begnadeter Augen-Blick! Das ist doch eine gute Botschaft für alle, die vor diesem Altarbild stehen, meint |
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Film und Gespräch am 17. März 2026MarianengrabenDer Film erzählt die Geschichte von Paula und ihrer Trauer um deren kleinen Bruder Tim, der in Italien im Meer ertrunken ist. Von Schuldgefühlen geplagt, scheint ihr Lebenswille geschwunden. Auf dem Friedhof begegnet sie dem kauzigen Helmut, der gerade die Urne seiner Ex-Frau ausbuddelt, um sie nach Italien zu bringen. Kurzerhand schließt sich Paula der Reise in den Süden an, um dort die Nähe zu ihrem Bruder zu suchen. Auf der abenteuerlichen Reise entwickelt sich zwischen Paula und Helmut eine unerwartete Freundschaft, die neue Sichtweisen auf das Leben eröffnet. | | |
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Gespräch am 18. März 2026Winfried ZilligVariationen über einen UnbekanntenWer ist Winfried Zillig? 1905 in Würzburg geboren und 1963 in Hamburg gestorben, Meisterschüler Arnold Schönbergs in Wien und Berlin, zählt Zillig zu den faszinierenden Stimmen der Neuen Musik der 1920er und 30er Jahre. Im Vorfeld der Neuinszenierung seiner ersten Oper Rosse am 17. Mai 2026 im Mainfranken Theater beleuchten der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Konrad und Operndirektor Dr. Berthold Warnecke Leben und Werk dieser lange vergessenen Würzburger Komponistenstimme. | | |
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Vortrag am 27. März 2026Freiwillige ArmutErfolgsfaktor für eine Welt im Krisenmodus?„Die Götter haben den Menschen das Leben so leicht gemacht, doch die machen sich alles unnötig schwer!" Warum? Weil sie Dinge haben wollen, die sie gar nicht brauchen – und wenn sie sie haben, sind sie unglücklicher als zuvor. Diese Einsicht stammt von Diogenes von Sinope aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. und klingt erstaunlich vertraut. Was verbindet diesen griechischen Philosophen, der im Fass lebte und jeden Besitz verachtete, mit Meister Eckhart, dem mittelalterlichen Mystiker? Beide antworten auf dieselbe Frage: Wie wird der Mensch wirklich frei? Diogenes befreit sich durch den Verzicht auf materiellen Besitz, Eckhart durch die innere Armut der Seele – zwei radikale Wege, die uns noch heute herausfordern. | | |
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Internationaler Frauentag 2026Der Internationale Frauentag am 8. März ist für viele ein Kampftag, aber auch ein Tag der Würdigung von Frauen. Im März finden zwei Veranstaltungen statt, die in unterschiedlicher Weise den Fokus auf Frauenleben richten: Symposium am 08. März 2026 "Eine Stunde Glück"
Frau*Salonfähig / Gespräch am 25. März 2026 Zerplatzte Seifenblase - Mutterschaft und Wirklichkeit | |
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Brennpunkt am 12. März 2026"Das ist bei uns nicht möglich"
Zum Verhältnis von Demokratie und Autokratie in den USAIm Jahre 1935 veröffentlichte der US-amerikanische Schriftsteller Sinclair Lewis einen Roman mit dem Titel It Can’t Happen Here (dt. Übers. „Das ist bei uns nicht möglich“). Darin schildert er den Aufstieg eines populistischen Senators zum Präsidenten der Vereinigten Staaten, der sich nach und nach als Autokrat entpuppt. Bereits während der ersten Amtszeit von Donald Trump sind die Verkaufszahlen dieses demokratiedystopischen Romans frappant gestiegen. | | |
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Workshop am 14. März 2026UNSER GROSSES BILD DER ZUKUNFTWir laden Menschen aus Würzburg zu einem Workshop ein, um gemeinsam durch das Dickicht der Veränderungen von Wirtschaft, Umwelt und Demokratie zu gehen. Für diesen Weg nutzen wir einen „Fragenkompass“, der Orientierung, Zuversicht und Energie gibt. Aus unseren gemeinsamen Visionen gestalten die Künstler „innerfields“ ein großes Wandgemälde in der Altstadt von Würzburg. Wir laden Menschen ein, Ideen einzubringen, Erfahrungen zu teilen und sich mit Leidenschaft für eine gute Zukunft zu engagieren. | | |
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Buchmesse LeipzigEin Fixpunkt für Leseratten und Bücherwürmer ist die Buchmesse in Leipzig, die jährlich im Frühjahr stattfindet und ein umfangreiches und vielfältiges Programm bietet. Wenn die Reise zu weit ist und man trotzdem wissen will, was es Neues gibt und wohin der Lesetrend sich 2026 richtet, dann kann man das auch in Würzburg erfahren. Literaturabend am 26. März 2026 Bücher der Saison | | |
| | © S. Hermann & F. Richter, pixabay.com
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