eine der letzten Veranstaltungen unseres Jahres 2025 trug den Titel „Die Faust selbst war einst eine geöffnete Hand“. Der Abend stellte den großen israelischen Dichter Jehuda Amichai (1924–2000) in Wort, Kunst und Musik in den Mittelpunkt. Besonders berührend war, dass Emanuella Amichai aus Israel angereist war und die Worte ihres Vaters sprach. Der Abend wurde auch dadurch zu einem Zeichen für Frieden, Verständigung und kulturellen Respekt. Zum Abschluss überreichte mir Emanuella ein Gastgeschenk: eine Chamsa aus Ton. Chamsa bedeutet „fünf“ und steht für die Finger einer Hand. Das Symbol verbindet Religionen: Je nach Tradition ist es die Hand der Miriam, der Maria oder der Fatima. Die geöffnete Hand steht für Glück, das Auge in der Mitte soll Böses fernhalten, der Fisch symbolisiert das Leben. In vielen Häusern hängt die Chamsa als Schutzzeichen, viele Menschen tragen sie als Anhänger – und sogar als Emoji bereichert sie heute unsere digitale Kommunikation. Wenn nun das Jahr mit seinen Licht- und Schattenseiten zu Ende gegangen ist, wünsche ich Ihnen für 2026 all das, wofür die Chamsa steht: Schutz und Geborgenheit, Abwehr des Bösen und Glück. Auch die Veranstaltungen unseres neuen Halbjahresprogramms greifen Themen der Chamsa auf: wie offene Hände verstehen sie sich als Räume der Begegnung, des Zuhörens und der Verständigung – Orte, an denen Unterschiedliches nebeneinanderstehen darf und Hoffnung Gestalt gewinnt. |
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Seminar am 30. Januar 2026„Das Licht kehrt wieder, die Kühe geben Milch und die Neugeborenen schreien …“Kreistanz und MärchenNoch sind die Nächte lang und die Tage kurz, die dunkle Jahreszeit scheint noch kein Ende zu nehmen. Und doch lässt sich schon spüren und erahnen, dass sich etwas ändert. Der 1. Februar ist im keltischen Jahreskreis „Imbolc“, der Tag der (Heiligen) Brigid, der keltische Frühlingsbeginn: Das Licht nimmt nun wieder merklich zu und die neue Lebensenergie macht sich bemerkbar. Wir werden Märchen lauschen, die in diese Zeit passen und ihre Themen aufgreifen, die uns einladen, auch über das nachzudenken, was in uns neu erwacht. Wir werden Tänze tanzen, die die verschiedenen Aspekte der Märchen und dieser besonderen Zeit auf ihre Art und Weise aufgreifen, einfache Tänze, leichte Tänze und auch solche, an denen wir ein bisschen üben dürfen. | | |
| | © Markéta Klimešová, pixabay.com |
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Vortrag am 12. Februar 2026Meine Hoffnung lass ich mir nicht nehmenWas berechtigt uns, in unseren Tagen zu hoffen? Für uns, unsere Lieben und die uns Anvertrauten? Hoffnung ist mehr als Wunsch. Sie bricht selbst inmitten von Leid und Krankheit auf, wenn Menschen zurück- und nach vorne in die Verbundenheit mit einem Größeren, mit Gott, mit der Quelle allen Seins finden. Sterbende, aber auch Menschen in Grenzerfahrungen lehren uns eine nochmals andere Sensibilität. Impulsreferat entlang von Erfahrungen und Fragen aus der 30-jährigen Tätigkeit der Referentin. | | |
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Seminar am 13. Februar 2026Versöhnung und Vergebung im Leben und im SterbenVersöhnung und Vergebung sind Prozesse der Wandlung. Man kann sie wollen und muss sich doch helfen lassen. Sie sind nicht harmlos, nicht einfach, aber befreiend. Sie finden sowohl in der Beziehung zu Mitmenschen, zu sich selbst und in der Beziehung zum Ewigen, Göttlichen oder Gott statt. Gibt es Merkmale oder bestimmte Abläufe solcher Prozesse? Spätestens vor dem Sterben haben viele Menschen das Bedürfnis, Ihr Leben bereinigt und bejaht abzuschließen. | | |
| | © Rainer Sturm, pixelio.de |
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500 Jahre Riemenschneideraltar MaidbronnAuch 2026 finden einige Veranstaltungen in Maidbronn zum Riemenschneideraltar statt, der genau 500 Jahre alt ist. Wegen der großen Nachfrage wird unter dem Titel „Beweinte Liebe“ der Nachmittag für alle, die einen lieben Menschen verloren haben, am Samstag, 24. Januar, 14.00 Uhr - 17.30 Uhr, wiederholt. Dr. Armin Bettinger gestaltet die Veranstaltung, an die sich um 18 Uhr ein Segnungsgottesdienst mit Dr. Helmut Gabel in der Kirche St. Afra anschließt. Weitere Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums: Vortrag am 28. Januar 2026 Schmerz und Sinn Die Beweinung Christi als Thema der Bildkunst Vortrag am 24. Februar 2026 Der Trauer Raum geben Vortrag am 11. März 2026 Für uns gekreuzigt? Konzert am 15. März 2026 Stark wie der Tod ist die Liebe Lyrik und Musik zur Passion | | |
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Demokratie und …Die sehr erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Orte der Demokratie“ der Würzburger Erwachsenenbildungseinrichtungen wird 2026 fortgesetzt. Unter dem Titel „Demokratie und …“ geht es wieder um aktuelle Perspektiven auf unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung: Vortrag am 21. Januar 2026 Demokratie und ... gute Politik für Würzburg Lesung und Gespräch am 10. Februar 2026 Demokratie und ... „Politische Männlichkeit" Vortrag am 10. März 2026 Demokratie und ... wie politisch sind die Kirchen? Nähere Informationen finden Sie im Januar auf einem Flyer. | | |
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Druckfrisch das neue Programm 2026Das neue Halbjahresprogramm der Domschule für Frühjahr/Sommer 2026 ist erschienen und steht zum Download bereit. Wir freuen uns, wenn unsere Veranstaltungen Ihr Interesse finden und wir Sie in unserem Haus begrüßen drüfen. | | |
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