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Ulrich Bausewein
Aktuelles

Abschied Akademiedirektor Dr. Rainer Dvorak - Bericht im Sonntagsblatt

09. September 2026

Seine Stimme hat Gewicht
17 Jahre lang leitete Dr. Rainer Dvorak die Katholische Akademie Domschule. Nun geht er in den Ruhestand.

Rainer Dvorak, geboren 1962, war 2001 als Studienleiter zum Team der Katholischen Akademie Domschule gestoßen und war zeitgleich bis 2005 auch Ökumenereferent der Diözese Würzburg. Ab 2005 leitete er den Arbeitsbereich „Theologie im Fernkurs“. Seit 2009 stand Dvorak dann an der Spitze der Katholischen Akademie Domschule. Zum 1. Oktober wird er nun in den Ruhestand eintreten. Verabschiedet wurde er bereits mit einem Festakt im Kardinal-Döpfner-Saal des Burkardushauses – den er von seinem Büro aus immer im Blick hatte.

 

Einsatz, Sachverstand, Humor

Alle, die bei der offiziellen Verabschiedung das Wort ergriffen, würdigten Dvoraks herausragendes Engagement, theologischen Sachverstand und Humor. Ordinariatsrätin Dr. Christine Schrappe, Leiterin der Hauptabteilung Bildung und Kultur im Bistum, betonte den zentralen Beitrag der katholischen Erwachsenenbildung für einen fundierten gesellschaftlichen und theologischen Diskurs. Geprägt habe Dvorak die Bildungsarbeit durch innovative Formate und seine „scharfe theologische Urteilskraft“ bei drängenden Zukunftsfragen wie Klimawandel, Demokratiegefährdung und assistiertem Suizid. Er stehe für „Erwachsenenbildung mit Rückgrat“: das Anpacken ernster Themen und intellektuelles Streiten, ohne einander zu verletzen. Trägervereins-Vorsitzender Professor Dr. Ulrich Konrad unterstrich, wie vorbildlich Dvorak den Anspruch der Domschule als „Pflanzschule der Religion und des Gemeinwesens“ umgesetzt habe. Er habe stets ein Auge dafür bewahrt, was die Domschule zu leisten vermag und zu leisten hat. Neben seinen organisatorischen und intellektuellen Gaben zeichneten ihn Glaube, Gelassenheit und innere Freiheit aus. „Das Wohl der Mitarbeiter stand an erster Stelle“, erklärte für die Mitarbeitenden der Domschule Dr. Regina Augustin. So sei ein besonderes produktives Arbeitsklima entstanden.

Gelebte Gastfreundschaft

Als „konkurrenzlos wichtigsten Kooperationspartner“ bezeichnete Professorin Dr. Christine Büchner, Dekanin der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg, die Domschule. Die „absolut reibungslose Zusammenarbeit und außerordentliche Gastfreundschaft“ sei nicht zuletzt der Person Dvoraks geschuldet.
Menschen zu ermutigen, in allen Phasen ihres Lebens der Gegenwart Gottes nachzugehen: Das habe Dvorak bis 2021 als diözesaner Beauftragter für den Öffentlich- Rechtlichen Rundfunk mit der Radiosendung „Auf ein Wort“ geschafft. Dies betonte Monsignore Erwin Albrecht, Beauftragter der Bayerischen Bischofskonferenz für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk. Darüber hinaus habe er Gottesdienstübertragungen im gesamten Bistum begleitet und moderiert, so zuletzt beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg.

Nachfolger steht bereits fest

Mit Hinweis auf ein Zitat Mark Twains, er könne von einem guten Kompliment zwei Monate leben, dankte Dvorak allen Weggefährten und Gästen „für die lebensverlängernden Maßnahmen“. Er hob die Stärke der Domschule hervor, die in einem vielfältigen Netzwerk sowie in gelebter Multiperspektivität verankert sei. Gerade deshalb sei vor künftigen strukturellen Einschnitten eindrücklich zu warnen. Ab 2027 soll Dr. Robert Mucha (39) Dvorak als Akademiedirektor folgen. Mucha ist derzeit Programmbereichsleiter für den Bereich „Mensch-Gesellschaft-Politik“ und Fachgebietsleiter für „Philosophie und Religionen“ an der Münchner Volkshochschule.

Bericht: Sonntagsblatt, Markus Hauck und Sebastian Haas