„Die Götter haben den Menschen das Leben so leicht gemacht, doch die machen sich alles unnötig schwer!" Warum? Weil sie Dinge haben wollen, die sie gar nicht brauchen – und wenn sie sie haben, sind sie unglücklicher als zuvor. Diese Einsicht stammt von Diogenes von Sinope aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. und klingt erstaunlich vertraut. Was verbindet diesen griechischen Philosophen, der im Fass lebte und jeden Besitz verachtete, mit Meister Eckhart, dem mittelalterlichen Mystiker? Beide antworten auf dieselbe Frage: Wie wird der Mensch wirklich frei? Diogenes befreit sich durch den Verzicht auf materiellen Besitz, Eckhart durch die innere Armut der Seele – zwei radikale Wege, die uns noch heute herausfordern.
Details
In Zusammenarbeit mit
Meister-Eckhart-Gesellschaft
Kursnr.
26-AK-117
Beginn
Fr.,
–
Veranstaltungsort
Burkardushaus - Tagungszentrum am Dom, Am Bruderhof 1, 97070 Würzburg
Kosten
Eintritt frei
Referent*in(en)
Prof. Dr. Annette Kehnel Inhaberin des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Mannheim. Ihr 2021 erschienenes Buch "Wir konnten auch anders. Eine kurze Geschichte der Nachhaltigkeit“ ist ein Bestsellererfolg; 2024erschien „Die sieben Todsünden. Menschheitswissen für das Zeitalter der Krise“ (Platz 4 der SWR-Sachbuch-Bestenliste im Oktober 2024).