Erinnerungs- und Deutungshoheit über eine Theologin und Ordenspolitikerin
Im Jahr 1622 wurde Teresa von Avila (†1582) in Rom zusammen mit vier Männern (u.a. Ignatius von Loyola) mit überwältigender Unterstützung der katholischen Königshäuser heiliggesprochen. Nur wenige Jahrzehnte zuvor hatte sie sich – hauptsächlich wegen ihrer häresieverdächtigten Gebetslehre – einem kirchlichen Inquisitionsverfahren zu stellen. Ihr theologisches Schriftwerk wurde erst posthum nach 1588 veröffentlicht und bietet heute einen umfassenden und wertvollen Einblick in das Leben und Wirken, die Herausforderungen und den geistlichen Weg einer der berühmtesten Frauen der Kirchengeschichte.
Wer war Teresa von Avila? Geschichts- und Heiligenbilder können je nach Absicht hinter den erzählenden Quellen variieren. Der Vortrag stellt vier Teresa-Bilder vor, die durch Zeit und Geschichte hindurch angepasst, erweitert oder begrenzt wurden, und fragt nach ihrem Verhältnis zur historischen Person und zu ihren Zeitumständen.
Details
Kursnr.
26-AK-053
Beginn
So.,
–
Veranstaltungsort
Burkardushaus - Tagungszentrum am Dom, Am Bruderhof 1, 97070 Würzburg
Kosten
8,00 €
/ ermäßigt 6,00 €
Referent*in(en)
Prof. Dr. Andrea Riedl Lehrstuhl für Mittlere und Neue Kirchengeschichte, Universität Regensburg